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Digitale Gebäudedaten als Grundlage für Sanierungsentscheidungen im Bestand

Wie lässt sich die Entscheidungsqualität im Bestand erhöhen, ohne den Verwaltungsalltag unnötig zu verkomplizieren? Ein strukturierter Ansatz liegt in der systematischen Nutzung digitaler Gebäudedaten.

Drohnen als Werkzeug der Gebäudedokumentation

OIZ - Grundlage für Sanierungsentscheidungen

OIZ - digitale gebäudedaten

Die Österreichische Immobilien Zeitung richtet sich insbesondere an Immobilienunternehmen, Bauträger, Hausverwaltungen, Projektentwickler sowie Planungs- und Ingenieurbüros.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Berichterstattung liegt auf Themen wie Gebäudemanagement, Digitalisierung im Bauwesen, nachhaltige Immobilienstrategien sowie gesetzlichen Anforderungen im Gebäudebestand.

Steigenden Baukosten, zunehmenden regulatorische Anforderungen und ein wachsender Rechtfertigungsdruck gegenüber Eigentümern treffen auf eine Informationslage, die häufig lückenhaft ist. Hier beschäftigt sich die OIZ auch mit neuen Methoden der Datenerhebung und Dokumentation von Gebäuden.

Ein Fachbeitrag der AeroSurvey beschreibt in diesem Zusammenhang, wie digitale Gebäudedaten als Grundlage für Sanierungsentscheidungen beitragen können. 

Von Annahmen zu belastbaren Grundlagen

OIZ - DIGITALE GEBÄUDEDATEN

Der Unterschied zwischen konventioneller Bestandsaufnahme und strukturierter digitaler Erhebung liegt im Umgang mit Unsicherheit. Werden Maße aus alten Planunterlagen übernommen, bleibt unklar, ob sie dem realen Zustand entsprechen.

Werden Schäden nur selektiv betrachtet, bleibt ihr tatsächliches Ausmaß offen. Anschlussdetails werden häufig erst im Zuge der Demontage sichtbar, wodurch sich Risiken in die Bauphase verlagern.

Digitale Gebäudedaten setzen früher an. Dachflächen, Längen, Flächenzusammenhänge und konstruktive Details werden metrisch erfassbar. Kritische Bereiche sind eindeutig lokalisierbar und dokumentiert.

Basis für strategische Investitionsplanung

OIZ - DIGITALE GEBÄUDEDATEN

Im Gebäudebestand sind Sanierungsmaßnahmen selten isolierte Einzelentscheidungen. Sie stehen im Zusammenhang mit Rücklagenentwicklung, Liquiditätsplanung und mehrjährigen Investitionsstrategien.

 Ohne belastbare Bestandsdaten bleibt die Priorisierung spekulativ. Entscheidungen erfolgen reaktiv – häufig ausgelöst durch akute Schadensmeldungen.

Strukturierte digitale Gebäudedaten verschieben diesen Mechanismus. Wenn der bauliche Zustand flächendeckend dokumentiert ist, können Maßnahmen strategisch gereiht und budgetär geplant werden. Rücklagenbildung, zeitliche Staffelung von Maßnahmen und Förderanträge basieren nicht mehr auf Annahmen, sondern auf nachvollziehbaren Zustandsdaten.

Digitale Bestandserhebung wird damit zu einem Instrument wirtschaftlicher Steuerung im Bestand.



Praxisbeispiel in Währing 

OIZ - DIGITALE GEBÄUDEDATEN

Im Zuge der Planung einer thermischen Fassadensanierung eines gründerzeitlichen Wohngebäudes im 18. Wiener Gemeindebezirk zeigte die erste Kostenschätzung eine plausible, jedoch mit erheblichen Unsicherheitsreserven versehene Größenordnung.

Die vorhandenen Planunterlagen stammten aus unterschiedlichen Dekaden, enthielten teilweise alte Planmaße und wiesen Lücken hinsichtlich nachträglicher Umbauten auf.

Gerade bei thermischen Sanierungen sind exakte Hüllflächen, Wandaufbauten, Attikaanschlüsse, Laibungsdetails und konstruktive Übergänge entscheidend für Mengen- und Leistungsdefinition sowie für die energetische Berechnung und Förderfähigkeit.
Unklar war unter anderem, in welchem Umfang nachträglich eingebaute Installationen die Dämmstärke beeinflussen würden und welche Besonderheiten im Bereich von Gesimsen und Feuermauern zu berücksichtigen waren.

Der vollständige Artikel ist hier veröffentlich.

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Wann ist die digitale Bestandserhebung sinnvoll?

Digitale Gebäudedaten