Technische Grundlagen der Bild-, Mess- und 3D-Datenerhebung für Bauwerke
Moderne Drohnenvermessung kombiniert Photogrammetrie, Orthofotos, Punktwolken und digitale 3D-Modelle zur präzisen Erfassung von Gebäuden und Anlagen. Die entstehenden Datensätze dienen als Grundlage für Planung, Bestandsanalyse, Dokumentation und technische Abstimmung.
Orthofoto – maßstabsgetreue Luftbilder für Vermessung und Analyse
was ist ein Orthofoto?
Orthofotos sind maßstabsgetreue, entzerrte Luftbilder von Gebäuden, Fassaden oder Geländeoberflächen.
Sie entstehen durch photogrammetrische Verarbeitung mehrerer Luftbilder und ermöglichen präzise Messungen von Flächen, Abständen und Bauteilen.
Orthofotos werden unter anderem eingesetzt für:
- Bestandsdokumentation
- Fassadenanalysen
- Vermessungen
- Planung und Mengenermittlung
Typische Datenformate:
GeoTIFF, JPEG, DXF
Mehr über Orthofotos erfahren.
3D-Punktwolken – präzise Geometrieerfassung von Bauwerken
Was ist eine 3D-Punktwolke?
Eine Punktwolke ist eine dreidimensionale Sammlung von Messpunkten im Raum.
Sie entsteht aus photogrammetrischen Auswertungen oder LiDAR-Laserscans und bildet die Geometrie von Gebäuden, Gelände oder technischen Strukturen millimetergenau ab.
- Punktwolken dienen als Grundlage für:
- 3D-Modelle
- Vermessung
- Bestandsanalysen
- CAD- und BIM-Planung
Typische Datenformate:
E57, LAS/LAZ, XYZ
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Photogrammetrie – 3D-Vermessung aus überlappenden Bildaufnahmen
Was ist Photogrammetrie?
Photogrammetrie ist ein Verfahren zur dreidimensionalen Vermessung von Objekten anhand überlappender Bildaufnahmen.
Durch die Auswertung vieler Einzelbilder entstehen präzise 3D-Modelle, Punktwolken und Orthofotos.
Die Methode wird eingesetzt für:
- Gebäudevermessung
- Geländeerfassung
- Bestandsaufnahmen
- digitale Bauwerksdokumentation
Photogrammetrie ermöglicht eine berührungslose Datenerhebung auch an schwer zugänglichen Bereichen wie Dächern oder Fassaden.
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Digitaler Zwilling – virtuelles Abbild eines realen Bauwerks
Was ist ein digitaler 3D-Zwilling?
Ein digitaler 3D-Zwilling ist ein virtuelles Abbild eines realen Bauwerks.
Er basiert auf Punktwolken, Orthofotos und photogrammetrischen Modellen und bildet Gebäudegeometrien, Bauteile und Strukturen digital ab.
Digitale Zwillinge werden genutzt für:
- Planung und Umbau
- Bestandsdokumentation
- technische Analyse
- Projektkoordination
Sie ermöglichen die gemeinsame Nutzung der Gebäudedaten in CAD-, BIM- oder GIS-Systemen.
Mehr zum digitalen 3D-Zwilling.
Nachhaltige Landwirtschaft mit fortschrittlichen Drohnendaten
Smarte Lösungen für Agrar und Forst
Steigern Sie die Effizienz Ihrer landwirtschaftlichen Prozesse mit hochauflösenden Drohnenanalysen und sichern Sie nachhaltige Erträge. Erkennen Sie Herausforderungen frühzeitig und treffen Sie gezielte Entscheidungen, die Ihre Felder und Wälder langfristig schützen.
Multispektralanalyse
Analysieren Sie die Vitalität Ihrer Pflanzen in Echtzeit. Erkennen Sie Stressfaktoren frühzeitig und steigern Sie Ihre Erträge durch gezielte Maßnahmen.
Bewässerungssysteme
Erkennen Sie den Wasserbedarf Ihrer Kulturen präzise und reduzieren Sie Wasserverbrauch. Drohnendaten senken Ihre Kosten nachhaltig.
Schädlingsüberwachung
Schützen Sie Ihre Ernte vor Schäden durch frühzeitige Erkennung von Schädlingen. Detaillierte Analysen ermöglichen gezielte Gegenmaßnahmen.
Granulatausbringung
Verteilen Sie Dünger und Saatgut punktgenau. Drohnengestützte Verfahren minimieren Verluste und fördern eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung.

DGM - Digitales Geländemodell
Was ist DGM?
Ein digitales Geländemodell und beschreibt eine digitale Darstellung der Geländeoberfläche ohne Gebäude, Vegetation oder andere Objekte. Es bildet ausschließlich die natürliche Geländeform ab.
Ein DGM wird aus Vermessungsdaten, Laserscans oder photogrammetrischen Drohnenaufnahmen berechnet. Dabei werden Punkte, die Gebäude, Bäume oder andere Strukturen darstellen, aus der Punktwolke herausgefiltert, sodass nur das Gelände übrig bleibt.
Die Methode wird eingesetzt für:
- Geländeanalyse
- Bau- und Infrastrukturplanung
- Volumenberechnungen von Aushub oder Aufschüttungen
- Hochwasser- und Entwässerungsanalysen
Mehr zu digitalen Geländemodellen (DGM) erfahren.
DOM - Digitales Oberflächenmodell
Was ist DOM?
Ein digitales Oberflächenmodell und beschreibt eine digitale Darstellung der Erdoberfläche einschließlich aller darauf befindlichen Objekte wie Gebäude, Vegetation oder Infrastruktur.
Ein DOM wird aus Punktwolken, Laserscandaten oder photogrammetrischen Drohnenaufnahmen berechnet. Dabei bleiben alle sichtbaren Strukturen der Oberfläche erhalten, sodass ein realistisches Abbild der vorhandenen Situation entsteht.
Die Methode wird eingesetzt für:
- Stadt- und Infrastrukturplanung
- Analyse von Gebäuden und Gelände
- Visualisierung von Oberflächenstrukturen
- Planung von Bauprojekten
Mehr zum digitalen Oberflächenmodell (DOM).
RTK - REal Time Kinematic
Was ist RTK?
RTK bezeichnet ein satellitengestütztes Korrekturverfahren zur hochpräzisen Positionsbestimmung.
Bei RTK werden die Positionsdaten von GNSS-Satelliten (GPS, Galileo, GLONASS) in Echtzeit durch eine Referenzstation korrigiert. Dadurch können Drohnen und Vermessungssysteme ihre Position mit einer Genauigkeit im Zentimeterbereich bestimmen.
Die Methode wird eingesetzt für:
– präzise Drohnenvermessung
– Erstellung von Orthofotos und Punktwolken
– Bau- und Geländeaufnahmen
– georeferenzierte 3D-Modelle
Mehr zu RTK erfahren.
Passpunkte
Was ist sind Passpunkte?
Passpunkte (Ground Control Points – GCP) sind exakt vermessene Referenzpunkte am Boden, die zur präzisen Georeferenzierung von Drohnenaufnahmen verwendet werden.
Diese Punkte werden mit Vermessungsgeräten oder GNSS-Systemen eingemessen und anschließend in der photogrammetrischen Auswertung verwendet. Dadurch können Luftbilder, Punktwolken und 3D-Modelle exakt in ein Koordinatensystem eingepasst werden.
Die Methode wird eingesetzt für:
– präzise Drohnenvermessung
– Erstellung georeferenzierter Orthofotos
– genaue Punktwolken und 3D-Modelle
– Bau- und Geländeaufnahmen
Mehr zu Passpunkten erfahren.
LiDAR - Light Detection and Ranging
Was ist LIDAR?
LiDAR ist ein Messverfahren, bei dem mit Laserimpulsen präzise Entfernungen zur Umgebung bestimmt werden.
Ein LiDAR-Sensor sendet tausende Laserimpulse pro Sekunde aus und misst die Zeit, bis diese vom Objekt reflektiert zurückkehren. Aus diesen Messungen entsteht eine sehr dichte Punktwolke, die Gelände, Gebäude und Strukturen dreidimensional abbildet.
Die Methode wird eingesetzt für:
– Gelände- und Infrastrukturvermessung
– Erstellung von Punktwolken und 3D-Modellen
– Analyse von Vegetation und Geländeformen
– Bestandsaufnahmen im Bauwesen
Mehr zu LiDAR erfahren.
Terrestrischer 3D-Scan
Was ist ein terrestrischer 3D-Scan?
Ein terrestrischer 3D-Scan ist ein Verfahren zur dreidimensionalen Vermessung von Gebäuden, Innenräumen und technischen Anlagen mittels Laserscanner. Dabei werden Millionen von Messpunkten erfasst und zu einer sogenannten Punktwolke verarbeitet, die die reale Umgebung digital und maßgenau abbildet.
Terrestrisches Laserscanning ist heute ein zentrales Verfahren in der Architektur, Vermessung und Bauplanung und bildet die Grundlage für präzise digitale Bestandsdaten.
Mehr zum terrestrischen 3D-Scan erfahren.
Zu den wichtigsten Datentypen zählen Orthofotos, Punktwolken, photogrammetrische Modelle und digitale 3D-Zwillinge.
WAS DABEI ENTSTEHT – GEODATEN UND 3D-DATENSÄTZE
3D-Punktwolken von Gebäuden
Punktwolken sind dreidimensionale Datensätze aus Millionen einzelner Messpunkte. Sie entstehen aus photogrammetrischen Berechnungen oder LiDAR-Laserscans und bilden die Geometrie von Gebäuden, Fassaden und Gelände präzise ab.
Orthofotos von Gebäuden und Fassaden
Orthofotos sind entzerrte, maßstabsgetreue Luftbilder. Sie ermöglichen präzise Messungen von Flächen, Abständen und Bauteilen und werden häufig für Bestandsdokumentation, Planung und Mengenermittlung genutzt.
Photogrammetrische 3D-Modelle
Photogrammetrie erzeugt aus überlappenden Bildaufnahmen präzise dreidimensionale Modelle von Gebäuden und Bauwerken. Dabei entstehen Punktwolken, Oberflächenmodelle und texturierte 3D-Modelle zur Analyse und Visualisierung.
Digitale 3D-Zwillinge von Bauwerken
Digitale Zwillinge sind virtuelle Abbilder realer Gebäude. Sie kombinieren Punktwolken, Orthofotos und 3D-Modelle und ermöglichen die digitale Analyse, Planung und Dokumentation von Bauwerken.
Fachwissen zur Datenerhebung mittels Drohne
Antworten zu Datentypen, Verfahren und Einsatzbereichen der drohnenbasierten Bild-, Mess- und 3D-Datenerhebung.
Für wen sind Orthofotos, Punktwolken und 3D-Modelle geeignet?
Die Datensätze werden von ArchitektInnen, ZiviltechnikerInnen, Planungsbüros, Bauunternehmen, Hausverwaltungen und Sachverständigen genutzt. Sie dienen als Grundlage für Planung, Bestandsdokumentation, Vermessung, Bauanalyse und technische Abstimmung.
Wie entstehen Orthofotos und Punktwolken?
Orthofotos und Punktwolken entstehen durch photogrammetrische Auswertung überlappender Luftbilder. Dabei werden mehrere Bildaufnahmen rechnerisch zusammengeführt und georeferenziert. Aus diesen Daten entstehen entzerrte Orthofotos, dreidimensionale Punktwolken und daraus abgeleitete 3D-Modelle.
Was ist der Unterschied zwischen Punktwolke und 3D-Modell?
Eine Punktwolke besteht aus einer großen Anzahl einzelner Messpunkte im Raum und bildet die Geometrie eines Bauwerks exakt ab.
Ein 3D-Modell wird aus dieser Punktwolke abgeleitet und stellt die Gebäudestruktur als zusammenhängendes digitales Modell dar.Wofür werden digitale 3D-Zwillinge genutzt?
Digitale Zwillinge dienen als virtuelle Abbildung eines realen Bauwerks. Sie werden für Planung, Umbauten, Bestandsanalysen, Bauwerksdokumentation und Projektkoordination eingesetzt und können in CAD-, BIM- oder GIS-Systemen weiterverarbeitet werden.
Welche Datenformate werden typischerweise geliefert?
Je nach Datentyp werden unterschiedliche Formate bereitgestellt, beispielsweise:
Orthofotos: GeoTIFF, JPEG
Punktwolken: E57, LAS/LAZ, XYZ
3D-Modelle: OBJ, PLY
Bild- und Videodaten: JPEG, TIFF, MP4